An der Niers in Mönchengladbach

Ab und wann zieht es uns an den Niederrhein. Da ich aus dem Ruhrpott stamme muss ich immer mal schauen ob die Ausflüge meiner Kindheit auch heute noch so sind wie ich sie in meiner Erinnerung habe. Zu Mönchengladbach als Stadt fiel uns nichts weiter ein außer dem Fussballclub „Borussia Mönchengladbach“. Die Gladbacher mögen uns verzeihen, wir sind gewillt es uns anzuschauen. An der Niers, ein kleiner Fluss zwischen Erkelenz und Mönchengladbach, sollten schöne „Erlebniswanderungen“ von der Quelle bis zur Mündung für uns sein.

Am Start hatten wir mit unserem ausgesuchten Wanderweg etwas Pech. Der Weg führte uns laut Beschreibung des Wanderführers zwischen Industriegebiet und Bahngleise direkt in eine Schrottpresse für PKW, danach endete der Weg – so oder so -. Diese Wegführung ist wohl schon lang nicht mehr abgelaufen worden. Wir mussten umkehren und durch die Unterführung , auf der anderen Seite der Gleise einen Parallelweg finden.

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Dort gingen wir dann am Gladbach entlang, der einem Abwasserkanal glich und total kanalisiert war. Er erinnerte mich an die „Emscher“ in Duisburg, eine Industriekloake. Erst mit dem Zusammenfluss der Niers erschien das Flussbett wieder renaturiert. Durch die Bäume konnten wir auf der anderen Seite des Flusses das alte Wasserschloss „Myllendonk“ sehen. Der Wanderweg führte uns nicht am Schloss vorbei. Aber da wir schon einmal hier waren machten wir den kleinen Abstecher um es uns anzusehen. Die Burg in der die damals einflussreichen Herren „von Myllendonk“ lebten, wurde 1263 erstmalig urkundlich erwähnt. Heute werden die Vorburgen und das umliegende Areal von einem Golfclub genutzt. Eine Besichtigung ist nur nach persönlicher Anfrage möglich. Wir begnügten uns, mit dem was wir aussen sehen konnten, da wir noch eine grosse Strecke der Wanderung vor uns hatten.

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Als wir wieder am Niersufer ankamen entschieden wir uns für die Waldstrecke, einem Reit und Wanderweg zum Volksgarten. Hier konnte man die Wanderung abkürzen und wäre schnell wieder am Ausgangspunkt.

Wir gingen  weiter mussten dann ein längeres Stück am Fahrbahnrand einer schmalen Landstrasse entlang. Das war nicht so lustig und wir waren froh als wir das hinter uns hatten, denn die Strasse war ziemlich stark befahren.

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dieser Quittenbaum verspricht reiche Ernte

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Futter Rüben, wer soll die alle essen ?

Danach liefen wir durch ein grosses Gebiet landwirtschaftlicher Flächen. Über Waldwege ging es weiter bis zum Volksgarten. Am Ufer des Weihers befand sich das Restaurant „Salinas“, dort kehrten wir ein und ließen die Wanderung bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

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Auenlandschaft im Volksgarten

Es war eine nette abwechslungsreiche Wanderung mit vielen unterschiedlichen Eindrücken. Durch die Abstecher zum Schloss und durch den Volksgarten, und die doppelt gelaufene Strecke am Anfang, kamen 15 Kilometer zusammen.

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6 Gedanken zu “An der Niers in Mönchengladbach

  1. Eine schöne Tour. Im Moment ist es schwierig Strecken ohne Matsch zu finden. Leider ist es nicht meine Region aber man weiß ja nie, wo der Wind die Susi und mich noch hintreibt.
    Hab weiterhin eine wanderhafte Zeit
    Liebe Grüße aus der Eifel

    Gefällt 1 Person

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