Insel Mainau, Bodensee

Tag 4

Der Morgen begrüsste uns mit Sonnenschein. Wie passend für unseren Besuch auf der Insel Mainau im Bodensee. Von unserem Hotel in Singen fuhren wir mit dem Auto ca. 30 bis 45 Minuten. Für Touristen, die in Seenähe wohnen ist die Schiffsanreise eine schöne Alternative, dann erblickt man schon von Weitem das Schloss, eingebettet in dichtem Grün. Die Blumeninsel ist die bekannteste Attraktion am Bodensee. Wenn man schon einmal hier Urlaub macht sollte man sie nicht verpassen.

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Zugang zur Insel

Die üppige weltberühmte Vegetation verdankt sie einerseits ihren einstigen und heutigen Besitzern, in deren DNA ein grüner Daumen weiter vererbt wurde. Andererseits einer klimatisch begünstigen Lage. Seit jeher herrschen auf der Mainau annähernd tropische Bedingungen. Die 45 ha grosse Insel gehörte im 8. Jahrhundert zum Kloster Reichenau. 1853 erwarb sie der Badische Grossherzog Friedrich I. als Sommerresidenz. Er ließ den Rosengarten anlegen in dem heute bis zu 20.000 Rosen in 1200 Arten duftend blühen. Die Nachkommen verwandelten das überwuchernde Eiland in ein Paradies für Naturliebhaber. Die Insel befindet sich im Besitz der aus Schweden stammenden Adelsfamilie Bernadotte, dessen Kinder noch heute in der Schlossanlage residieren und die Insel verwalten.

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Wer den tropischen Flair liebt sollte den Besuch des Palmenhauses nicht versäumen. Dort wachsen neben Zitruspflanzen auch über 20 Palmenarten, unter anderem eine 15 Meter hohe kanarische Dattelpalme, die im Jahr 1888 auf die Mainau gesetzt wurde. Ähnlich exotisch ging es auch in dem Schmetterlingshaus zu. Hier konnte es passieren, dass die bunten Falter aus Afrika, Mittel- oder Südamerika sich direkt auf die Schulter oder den Kopf der Besucher setzten. Leider war es so voll in dem Gebäude und die Schmetterlinge flatterten  so aufgeregt und flott durch die Gegend, dass sie sich nur schwierig fotografieren ließen.

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im Schmetterlingshaus

Zu jeder Jahreszeit zeigt die Insel ein anderes Highlight. Von März bis Mai ist die Orchideenschau mit über 3000 Exemplaren zu bewundern. Ab Mai hatten die Saisonalen Gärten ihre Hochsaison. Im Juni war die Rosenwahl. Die Herbstausstellung ist den Sonnenblumen gewidmet und die Dahlienwahl findet im August bis Oktober statt.

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Wasser- und Blumentreppe

Um die komplette Grösse der Insel Ausstellung abzulaufen muss man schon gut zu Fuß sein. Zwischendurch sollte man nicht vergessen irgendwo in den zahlreichen Restaurationen einzukehren um sich zu stärken.  Wir haben das vor lauter Gucken fast vergessen und waren sehr spät dran. Es war überall voll und die Auswahl der Speisen auch nicht mehr so gross. Zu lange haben wir uns am Hafen und am See aufgehalten, hier gab es herrliche Schattenplätze.

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lautlose Begleitung  aus dem Zeppelin Museum Friedrichshafen

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Den Rückweg gingen wir durch eine Parkanlage mit teilweise 150 Jahre alten kostbaren Atlas und Libanon-Zedern, auch an einem der ältesten Mammutbäume Deutschlands kamen wir noch vorbei. Empfehlenswert ist der Besuch der Mainau ab 17 Uhr (Öffnungszeit ist bis 19 Uhr), dann halbiert sich der Eintrittspreis. Mit dem „Sonnenuntergangsticket“ gehört einem die Insel (beinahe) ganz allein.

Sehr zufrieden über den gelungenen schönen Tag fuhren wir zurück. Es wollen in der Hauptsaison eben alle Besucher die Mainau in voller Blüte sehen.

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Tag 5

Stadtbesuch in Konstanz

Am nächsten Tag stand Konstanz auf unseren Programm. Nach einer kurzen Anfahrt  erreichten wir das Parkhaus mitten in der Stadt. Wir waren direkt im „Lago“, dem größten Einkaufszentrum, mit 70 Geschäften. Somit bot es sich an, erst ein wenig shoppen zu gehen, und dann im Anschluss, die Stadt Besichtigung. Zielstrebig suchten wir ein grosses Sportgeschäft auf. Dort erstanden wir als erstes für Helmut eine neue Wanderhose und für mich 3 Paar Socken. Ja, die waren wichtig. Ich hatte mir am Morgen ein Paar Socken angespielt, die beim Laufen in die Schuhe verschwanden, dauernd musste ich sie heraus zippeln – das machte mich ganz verrückt. In einem weiterem Sportgeschäft wurden wir noch einmal fündig, zwei Wander Hemden für Helmut und ein Paar neue Wanderschuhe für mich. Die Alten konnten direkt am Bodensee bleiben – von innen und außen durch gelaufen.

Zwischenzeitlich brachten wir unsere Einkaufsbeute ins Auto und holten unsere Regenjacken, denn es sah so aus als würde es jeden Moment einen Schauer geben.

Nach dem kurzen Regen beginnen wir dann unseren Stadtrundgang am Hafen. Auf der Mole drehte sich die üppige spärlich bekleidete „Imperia“, die Skulptur einer mittelalterlichen Dirne, auf ihren Händen ein Papst und ein Kaiser. Längst ist das 1993 aufgestellte Werk des Künstlers Peter Lenk nicht mehr umstritten, sondern mit badischer Gelassenheit als Wahrzeichen angenommen. Das liberale Klima verdankt Konstanz unter anderem der Universität.

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Skulptur „Imperia“

Die meisten Sehenswürdigkeiten lagen in der Altstadt, die gut erhalten war, weil die Konstanzer im zweiten Weltkrieg einfach ihre Lichter anließen – und die Bomberpiloten die Stadt so für Schweizer Gebiet hielten. Studentenkneipen und Nobelrestaurants, bunte Lädchen und Designerboutiquen verwöhnen die Menschen hier mit reichlich mediterraner Lebensqualität, die sie mit Lässigkeit genießen. Nur im Winter, dann versinkt Konstanz gerne im starken und trüben Nebel.

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Hoch ragte der Turm des gotischen Münsters über die Stadt. Seit dem 9. Jahrhundert wurde er immer wieder umgebaut, er steckt voller Kunstschätze. Als ein sportlicher Höhepunkt erweist sich der Aufstieg auf den insgesamt 78 Meter hohen Turm. Bei 52 Meter ist Besucherstop. Der Ausblick über die Altstadt ist dennoch herrlich.

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Nach dem Abstieg spürte ich dann langsam meine Füsse. Auch ohne grosse Wanderung haben wir es geschafft, 10 Kilometer in der Stadt rumzulaufen. Längst haben wir nicht alles gesehen. Angebracht wäre ein geführter Stadtrundgang, dann bekommt man noch einiges mehr mit. Aber uns reichte es, denn wir waren noch zwischendurch im Café´, haben den Regenschauer abgewartet und uns am Mittag mit einem Fischgericht gestärkt. Das gehörte auch dazu. Nach Konstanz werden wir sicher noch einmal kommen.

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